Willkommen – von der anderen Seite des Erdballs!

Besucher vov den Philippinen zu Gast in unserer Kirchengemeinde – „Maayong buntag!“, rufen die Grundschulkinder der vierten Klasse voller Begeisterung „Mabuhay!“ – was auf Cebuano so viel heißt wie: Guten Morgen! Willkommen! Dar­rell Batitang (18) und Ramell Panjamugan (26), die beiden jungen Männer aus den Phili­ppi­nen, sind sichtlich beeindruckt von dieser lebhaften Begrüßung. Um den halben Erd­ball sind sie gereist – nur um hier in der Katholischen Grundschule Merl in ihrer Mut­ter­sprache begrüßt zu werden.

Baclayon Church 1596Mit Pfarrer Stefan Heinemann hatten sich die Kinder in mehreren Schulstunden auf den Be­such vorbereitet, um nun ihre Fragen zu stellen: Wie pflückt man eine Kokosnuß? Kann man zum Frühstück schon Reis essen? Und wie viele Sprachen sprecht ihr? Die beiden Gäste antworteten gewissenhaft, sprachen aber auch ernsthaftere Themen an: Armut und Not in ihrem Heimatland führten sie den Schülern verständlich wie plastisch vor Augen.

Batitang und Panjamugan, die mit einer achtköpfigen Jugenddelegation aus dem Kirchen­kreis Agusan vier Wochen im Partnerkirchenkreis Koblenz zu Gast waren, wurden auch in anderen Gemeindegruppen in Meckenheim herzlich empfangen. Im Bibelkreis der Arche sprachen die beiden Filipinos über die politischen Verhältnisse in ihrem Heimatland sowie über die 22jährige Geschichte der Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen auf den Philippinen und Deutschland. Der Besuch einer integrativen Jugendgruppe war wiederum für die beiden jungen Männer ein Lernerlebnis – eine solche Arbeit gibt es auf den Philippinen kaum.

„Es war äußerst interessant für uns, Gemeindewirklichkeit in Deutschland einmal hautnah kennenzulernen“, fasste Darrell Batitang seinen Eindruck abschließend zusammen. „Salamat po, Meckenheim!“ – was auf Cebuano so viel heißt wie: Vielen herzlichen Dank!

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 29. April 2009

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