Unser Buchtipp für September / Oktober 2017

Mitch Albom

Damit ihr mich nicht vergesst

Die wahre Geschichte eines letzten Wunsches

 

Goldmann Verlag 2009

 

 

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Viele Wege führen zu Gott ….. und wie unterschiedlich diese Wege sein können, zeigt Mitch Albom in seinem Roman: „Damit ihr mich nicht vergesst“ anhand dreier völlig unterschiedliche Lebenswege,
die sich kreuzen.

Die Geschichte spielt sich auf mehreren Zeitebenen und in drei Städten der USA ab.

Da ist zum einen die kleine, beschauliche Vorstadt Philadelphias im Staat New Jersey. Hier leben viele gutsituierte und gebildete
Familien. 1948 hat Albert Lewis als Rabbiner die Leitung einer jüdischen Gemeinde übernommen und hier wächst auch
Mitch Albom, der Autor dieses Buches auf.

Als junger Mann entflieht Mitch den strengen jüdischen Vorgaben im engen Vorstadtleben und damit auch seinem Lehrer in der Synagoge, dem Rebbe, wie er von allen genannt wird. Mitch macht Karriere und wird ein angesehener Sport-Journalist bei einer Detroiter Zeitung.

Bei einem Besuch in seiner alten Gemeinde wird er nach einem Vortrag von seinem inzwischen über 80–jährigen Rebbe angesprochen und gefragt, ob er sich vorstellen könnte, dessen Trauerrede zu halten. Mitch ist mehr als verwundert, zögert, fühlt
sich überfordert und bittet um Bedenkzeit. Dann entschließt er sich,
den Rebbe als Person kennenlernen zu wollen.

Im Laufe der Zeit entwickeln sich regelmäßige Besuche, die beiden Männer kommen über Gott und die Welt ins Gespräch. Mitch beginnt über sich und seine Religion aber auch über seine Haltung gegenüber anderen Religionen nachzudenken. Darüber hinaus erfährt er den Rebbe nicht nur als einen ungemein engagierten Mann der Kirche sondern auch als ebenso klugen und humorvollen Menschen.

Etwa zur gleichen Zeit, in der Mitch in einer behüteten Kleinstadt aufwächst, lebt Henry Covington, ein Afro-Amerikaner, in der Bronx. Nach einem chaotisch kriminellen Leben, in dem er gegen alle 10 Gebote verstieß, und einem dramatischen Ereignis setzt er ein Gelübde um. Er wird Pfarrer in Detroit und gründet dort eine ganz außergewöhnliche Gemeinde, in einer alten Kirche, die allerdings dem Verfall preisgegeben ist, in der er sich aber aufopferungsvoll um Arme, Obdachlose und Suchtabhängige kümmert ….. und dabei niemandem seine Vorgeschichte verheimlicht.

Mitch hat unterdessen gemeinsam mit Freunden einen Spendenfond gegründet und leistet schnell und unbürokratisch Hilfe.

Er wird auf die alte Kirche aufmerksam und kommt mit Henry ins Gespräch.

Mitch Albom wirft in seinem Buch die existenziellen Themen des Lebens und Sterbens auf,- ohne jedoch gleich fertige Antworten zu präsentieren. Sein besonderer Schreibstil hat mich gefesselt, vereinnahmt und sehr nachdenklich zurückgelassen.

 

Susanne Preiß

 

 

 

 


 

Bildnachweis

 

 

Geschrieben von Susanne Preiss am 28. August 2017

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