"Ein Geschenk des Himmels" auf vier Rädern

Ein Geschenk des Himmels auf vier Rädern„Ich bin der Evangelischen Kirchengemeinde Meckenheim unendlich dankbar“, freute sich Waltraut Freifrau von Tiesenhausen. An die lettische Behinderteneinrichtung ‚Ruja‘ überführte sie den behindertengerechten Bus, den Pfarrer Mathias Mölleken ihr Mitte September übergab. Nach zehn Jahren Einsatz am Kirchenzentrum ‚Die Arche‘ wurde das Fahrzeug in diesem Sommer durch einen Neuwagen ersetzt. Dass der alte, aber rundum funktionstüchtige Behindertenbus nun in ‚Ruja‘ zum Einsatz kommt, ist für ihren Direktor Modris Karselis „ein Geschenk des Himmels“.

Aus eigener Anschauung schildert von Thiesenhausen, wie abgeschieden die Einrichtung ‚Ruja‘ liegt, die sie und ihr Mann Wolter seit sechs Jahren unterstützen. 240 behinderte Menschen über 18 Jahre leben in der Einrichtung in Nord-Lettland. „Der Wunsch nach einem Bus bestand schon lange“, unterstreicht von Thiesenhausen.

Da kommt der Ford Transit mit eingebauter Hebebühne wie gerufen. „Und der Transfer ist ja persönlich gewährleistet“, schmunzelt Mölleken. Ehepaar von Thiesenhausen wird das Fahrzeug in den nächsten Tagen selbst nach Lettland überführen. Beladen bis unters Dach soll der Bus die Reise antreten: Zwei Funktionsrollstühle, Spielmaterial, sogar einen Wäschetrockner bringt das Ehepaar aus Meckenheim nach Lettland.

„Die Integration von Menschen mit Behinderungen ist ein Arbeitsschwerpunkt in unserem Kirchenzentrum ‚Die Arche‘“, erläutert Pfarrer Mölleken. „Zugleich pflegt unsere Kirchengemeinde selbst eine Partnerschaft ins lettische Saldus. Unseren Bus einer lettischen Behinderteneinrichtung zu spenden, passt daher wunderbar!“ Denn die Einrichtung ‚Ruja‘ ist Vorreiterin der integrativen Arbeit in Lettland. Durch den Einsatz ihres Direktors Modris Karselis gehörte ‚Ruja‘ zu den ersten fünf Einrichtungen im Land, die mit EU-Fördermitteln Gebäude für betreutes Wohnen und Behindertenwerkstätten einrichten konnten. Karselis bezeichnet den Behindertenbus aus Meckenheim denn auch als „ein Geschenk des Himmels“.

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 14. September 2009

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