Heinemann: "Eine enorme Herausforderung!"

Zum 1. Februar hat Pfarrerin Angelika Zädow die Arche verlassen. Sie ist nun Superintendentin in Halberstadt (EKMD). Bis ein Nachfolger gefunden ist, nimmt Pfarrer z.A. Stefan Heinemann wesentliche Teile ihrer Aufgaben wahr. Mit ihm sprach Pfarrer Knut Dahl-Ruddies.

Stefan, seit mehreren Wochen ist Angelika Zädow nicht mehr Pfarrerin an der Arche. Du bist als Vakanzvertreter eingesetzt. Was ändert das für Dich?

Pfarrer z.A. Stefan HeinemannViel. Bisher habe ich Pfarrerin Zädow zugearbeitet, um sie als stellvertretende Superintendentin zu entlasten. Nun bin ich erster Ansprechpartner für alle pastoralen Dienste an der Arche: Seien es Gottesdienste oder Beerdigungen, kirchlicher Unterricht oder Seelsorge. Als Berufsanfänger ist das für mich eine enorme Herausforderung. Ich bin froh, dass ich von vielen Seiten tatkräftige Unterstützung erfahre.

Wie hat die Gemeinde darauf reagiert, dass Du an der Arche bleibst?

Viele Gemeindeglieder waren darüber aufrichtig erfreut – und haben mir das auch gesagt. Aber mehr noch war ich tief beeindruckt, wie viele andere mit in die Bresche gesprungen sind, um die Dinge an der Arche am Laufen zu halten. Seien es die Pfarrkollegen, seien es die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Denn meine Zeit für die Arche ist leider begrenzt.

Du bist nur mit einer halben Stelle in Meckenheim?

Richtig, mit der anderen halben Stelle versehe ich wechselnde längerzeitige Vertretungen im Kirchenkreis. Seit Oktober habe ich Pfarrer Gunnar Horn am Waldkrankenhaus vertreten, der im Studiensemester war. Ab April springe ich für Pfarrer Norbert Waschk in Bad Godesberg ein. Wenn man so will, besorge ich derzeit eine doppelte Vakanzvertretung.

Bis die Pfarrstelle an der Arche neu besetzt ist, werden wohl die Sommerferien vorbei sein. Was hast Du Dir für die Zeit bis dahin vorgenommen?

(lacht) Jedenfalls keine neuen Initiativen – wie manche schon angeregt haben! Nein ernsthaft, es geht um Bewahrung dessen, was gut läuft. Ansprechende Gottesdienste, guten Unterricht, kompetenter Ansprechpartner sein – all das darf man von mir erwarten. Aber um etwa neue Angebote zu machen, dafür fehlt mir die Zeit.

Ich wünschte, es wäre anders. Denn ich habe die Arche in den vergangenen Monaten kennengelernt als ein offenes Haus, in dem immer Leben ist. Und das ist so, weil es viele Menschen gibt, die sich dort mit ihrer ganzen Lebensfreude einbringen. Daran Anteil zu haben, darauf freue ich mich.

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 26. Februar 2010

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