Konfirmation in der Friedenskirche

„Kann ich mir nicht vorstellen…. Jetzt schon soo groß!“, so mögen manche Eltern denken, wenn ihre Kinder im festlichen Gottesdienst konfirmiert werden.

„Endlich, darauf haben wir schon soo lange gewartet!“, lautet dagegen eher der Satz der Konfis.

In fast zwei Jahre Konfirmandenunterricht haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden eine Menge über die Bibel, den christlichen Glauben und über Taufe und Abendmahl erfahren. Sie haben über ihren eigenen persönlichen Glauben gesprochen und versucht herauszufinden, wie sie sich Gott am besten vorstellen können. Das kommt auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck:

Gottes Liebe zeigt sich in seiner schönen Schöpfung und im Kreuz. Dazu haben die Jugendlichen ein Grafiti gesprüht, auf dem neben einem großen blauen Kreuz ein Herz im Strahlenkranz, ein goldener Schmetterling und eine blühende Blume zu sehen sind.

Jesu Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg stand im Mittelpunkt des Vorstellungsgottesdienstes. Dabei wurde deutlich: Gott ist gütig. Gott belohnt die Menschen nicht nach der von ihnen erbrachten Leistung, sondern nach dem, was der Mensch zum Leben nötig hat. Gottes Güte lässt sich nicht nach menschlichen Maßstäben berechnen. Gott hat sein Herz an die Menschen verschenkt. Es liegt an uns, ob wir zu ihm in seinen Weinberg, zu ihm in seine Arme kommen. Entscheidend ist, dass wir zu ihm kommen.

Im Abendmahlsgottesdienst am Vorabend der Konfirmation wurde das Gleichnis vom großen Abendmahl bedacht: Weil die ursprünglich geladenen Gäste aus fadenscheinigen Gründen ihr Kommen verweigern, lädt der Hausherr all diejenigen ein, die sonst am Rande oder gar außerhalb der Gesellschaft stehen. Auch wir sind an den Tisch des Herrn geladen. Wenn wir die Einladung annehmen, dann kann es sein, dass wir mit Menschen zusammen Abendmahl feiern, denen wir sonst nicht begegnen würden.

Thema der Konfirmationsansprache war in Anlehnung an Psalm 139 der Gedanke, dass Gottes Liebe wie ein aufgespanntes Netz jeden von uns schützt, hält und trägt. Gottes Liebe ist sozusagen eine 360°-Beziehung, immer um uns herum und 24 Stunden am Tag/ 7 Tage die Woche für uns da. Pfarrer Dahl-Ruddies wünschte den Konfirmand/Innen, dass sie in Gottes Licht gehen und sie sich in ihrem Leben bei Gott geborgen fühlen.

Bericht: Irmela Richter

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 01. Mai 2010

Keine Kommentare zum Thema