"Die Arche wurde mir zur zweiten Heimat!"

Diakon Werner Preller ist seit über 10 Jahren für die Katholische Pfarrgemeinde in Meckenheim tätig. Über die Ökumene vor Ort sprach mit ihm Pfarrer z.A. Stefan Heinemann.

Diakon Werner PrellerLieber Herr Preller, die evangelisch-katholische Ökumene hat in Meckenheim, insbesondere in Merl, eine lange Tradition. Wie kommt das?
Ökumene hat stets mit Personen zu tun – und hier in Merl vor allem mit der räumlichen Nähe der beiden Kirchenzentren „Die Arche“ und St. Michael. Aber tatsächlich war der gute Kontakt schon lange vor mir da: Eine selbstverständliche Offenheit und Hilfsbereitschaft beider Seiten, die immer eine gegenseitige Bereicherung darstellt.

Wenn Sie zurückschauen – was waren ökumenische Highlights der letzten Jahre?
Ökumene wurde für unsere Gemeinde greifbar, als vor einigen Jahren unser Kirchenzentrum in St. Michael umgebaut wurde. Von der Krabbelgruppe bis zum Kirchenchor brauchten unsere Kreise ein Unterkommen. Im evangelischen Kirchenzentrum ‚Die Arche‘ wurden alle „selbstverständlich“ aufgenommen. Diese Gastfreundschaft zu erfahren, war für manche eine ökumenische Erleuchtung! Für mich ist die Arche im Laufe der Jahre zur zweiten Heimat geworden.

Als katholische Gemeinde erleben Sie gerade schwierige Zeiten – können wir Evangelische helfen?
Zuerst einmal freue ich mich über evangelische Christen, die überhaupt so fragen und mitfühlen. Nach meinem Eindruck müssten wir in gemeinsamen Überlegungen von Presbyterium und Pfarrgemeinderat neue Ideen für Ökumene vor Ort entwickeln. Gemeinsame Aktionen, die beider Gemeindeleben frischen Schwung verleihen.

Wo sehen Sie die Zukunft für die evangelisch-katholische Ökumene in Meckenheim?
Ökumene braucht ein tragfähiges Fundament. Das können nicht allein die hauptamtlichen Mitarbeitenden leisten. Die Gemeindeglieder selbst müssen zueinander finden und sich für Ökumene engagieren. Einen Ansatzpunkt sehe ich bei konfessionsverschiedenen Paaren, die ihre Heimat in zwei Kirchen haben. Als ökumenische Partner könnten wir ihnen durch gemeinsame Aktionen, Gruppierungen und Gottesdienste eine Heimat anbieten.

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 18. Mai 2010

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