Einweihung Marienkapelle Klein-Villip

Lange wenig beachtet, wird am 22. August in Klein-Villip einem Kleinod bäuerlich-barocker Baukunst neues Leben eingehaucht: Zur Einweihung der wiedererrichteten Marienkapelle werden der rheinische Oberkirchen- rat Jürgen Dembek und Benedikt Müntnich, Abt des Klosters Maria Laach, erwartet.
Die Kapelle war 1973 wegen Baufälligkeit geschlossen und „niedergelegt“ worden. Im Jahr 2000 gründeten Klein-Villiper Bürger einen
gemeinnützigen Verein zum Wiederaufbau des Gebäudes: In zäher Kleinarbeit wurden Geld– und Sachspenden in Höhe von 65.000 € eingeworben. Der erste Spatenstich erfolgte 2006. Unter der ehrenamtlichen Leitung des Architekten Klaus Schröder konnte der alte Baubestand der Kapelle weitestgehend rekonstruiert werden. So wurden – mit Ausnahme des Betonfundaments – nur seinerzeit schon benutzte Baustoffe aus der Region verwandt: Eichenholz aus der Eifel, Dachziegel vom Niederrhein, Turmschiefer von der Mosel und handgeblasenes Fensterglas aus der Rheinbacher Glasfachschule. Eine Marienstatue aus Sandstein wurde zudem bei dem Wachtberger Künstler Rudolf Hürth in Auftrag gegeben.
Die Marienkapelle liegt auf dem Gebiet der Meckenheimer Kirchengemeinde Klein-Villip zählt zum Bezirk der Friedenskirche.
Nun gilt es, das wiedererrichtete Gebäude mit Leben zu füllen. Ein erster Schritt wird der ökumenische Gottesdienst zur Einweihung am 22. August sein. Aber schon jetzt haben sich viele Gruppen zu Andachten eingefunden. Auch Wanderer haben hier Gelegenheit zur stillen Einkehr. Kommen Sie doch auch mal nach Klein-Villip, um die neue alte Kapelle in Augenschein zu nehmen.
Hans Böhm

Geschrieben von Ingeborg Dahl am 26. Mai 2010

Keine Kommentare zum Thema