Greifen Sie zu: Ein geballtes Stück Technik!

Unscheinbar sieht sie aus, ist aber ein Stück geballte Technik im Wert von 8.500 €: Die neue Höranlage unserer Kirchengemeinde, kofinanziert durch mehrere private Spenden. Über das Warum und Wie sprach Pfarrer z.A. Stefan Heinemann mit Sabine Kölsch.


Frau Kölsch, Sie sind selber hörbehindert, haben die Anschaffung der neuen Höranlage angeregt. Warum ist eine solche mobile Anlage notwendig?
Es gibt viele Menschen mit Hörminderung – nicht jeder trägt ein Hörgerät. Es geht darum, dass solche Menschen an Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen besser teilhaben können.

Ohne das fühlen sich Hörgeschädigte also ausgeschlossen?
Das ist vielleicht zu hart formuliert. Es ist eher so, dass ich zu einer Veranstaltung ohne solche Hilfestellung als Betroffene schlicht nicht kommen würde. Denn die Teilnahme bringt mir dann eh nur die Hälfte oder gar nichts. Der Unterschied mit der neuen Anlage – ich habe sie heute ausprobiert! – ist unüberhörbar. Von der Predigt habe ich dieses Mal ganz entspannt jedes Wort verstanden.

Wie viele unserer Gemeindeglieder können von der Anlage profitieren?
Hörgeschädigt sind sicher mehr als man denkt. Entsprechend dem Altersschnitt unserer Gemeinde könnte man 8-10% unserer Gemeindeglieder annehmen.

Und wie funktioniert das Ganze nun?
Die Anlage besteht aus einem Mikrofon und je einer Sendeanlage, die in jedem Kirchenzentrum installiert ist. An den individuellen Empfänger mit eigener Lautstärkeregelung können entweder ein Ohrhörer oder eine Induktionsschleife angeschlossen werden. Stellt man sein Hörgerät nun auf ‚T‘, wird das Signal der Anlage direkt auf das Gerät übertragen. Es ist sehr einfach zu bedienen. Mein Tipp: Zögern Sie nicht, eines der Geräte in Anspruch zu nehmen!

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 23. Juli 2010

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