Ein geballtes Stück Technik

Stiftung „Integrative Behindertenarbeit“unterstützt Anschaffung – Evangelische Kirchengemeinde nimmt „Höranlage“ in Dienst

Ein geballtes Stück Technik – die neue Höranlage

Damit alle Menschen Gottes Wort hören können, setzt die Ev. Kirchengemeinde Meckenheim ein geballtes Stück Technik ein. Hörgeschädigte Menschen haben jetzt die Möglichkeit, bei allen Gottesdiensten und Veranstaltungen der Kirchengemeinde mit Hilfe der neuen Höranlage uneingeschränkt teilzunehmen. Die kostspielige Anlage wurde durch großzügige Spenden privater Spender und der Stiftung „Integrative Behindertenarbeit“ unterstützt.

Die Höranlage

Bei einem Gottesdienstbesuch der  Predigt folgen können – die Lesungen verstehen, die Gebetstexte und die Musik hören und daran teilhaben  – das ist vielen Menschen ein großes Bedürfnis  – für  Hörgeschädigte  und Schwerhörende  jedoch oft nicht  möglich.
Dem soll die neue Höranlage der Ev. Kirchengemeinde nun Abhilfe schaffen:
In jedem der 3 Kirchenzentren ist es für die Gottesdienstbesucher möglich, sich zu Beginn des  Gottesdienstes neben dem Gesangbuch ein „elektronisches Ohr“ auszuleihen und durch die neue Höranlage in den Genuss des uneingeschränkten Hörens zu kommen.
Die Anlage besteht aus einem Mikrofon und einem Sender, die jeweils  in den Zentren installiert sind. An den individuellen Empfänger mit eigener Lautstärkenregelung können entweder ein Ohrhörer oder eine Induktionsschleife angeschlossen werden. Wer selbst ein Hörgerät trägt kann mit der Schleife das eigene Hörgerät nutzen: stellt man sein Hörgerät auf „T“, wird das Signal der Anlage direkt auf das Gerät übertragen.
Die Küster verteilen die kleinen Empfänger mit Ohrhörer oder Schleife am Eingang der Kirchräume.
(Diese Anlagen werden auch bei manchen Museumsführungen verwendet.)
Auch bei anderen Gelegenheiten soll die Höranlage zum  Einsatz kommen: in  allen Gruppen und Kreisen, Gesprächsforen und Veranstaltungen gibt es die Möglichkeit, die Anlage einzusetzen – damit wirklich alle, die es brauchen, eine Unterstützung im Hören bekommen und eine Teilhabe möglich ist.
Menschen, die diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen, mögen sich bitte an die Küster/in  oder die Mitarbeitenden wenden – falls es einmal versäumt wird, das Angebot vorzuhalten.

Die Anschaffung

Die Zusagen der „Stiftung Integrative Behindertenarbeit in Meckenheim, Rheinbach und Swisttal“, der „Theatergruppe der Arche“, privater Spender und das finanzielle Engagement der Kirchengemeinde hat diese kostspielige Anschaffung ermöglicht:
8500 € wurden eingesetzt, um die Zentren auszustatten und zunächst für je 3 Empfänger pro Zentrum zu sorgen.
Bei größeren Veranstaltungen können diese zusammengeführt werden – dann gibt es je 10 Ohrhörer und 10 Induktionsschleifen.

Spenden erweitern das Angebot
Mit ca. 250.€ kann ein neues „Set“ (Ohrhörer / Schleife und Empfänger) angeschafft werden.
Es wäre schön, wenn durch Spenden es mehr Menschen mit Hörbehinderung ermöglicht wird, am Leben in der Gemeinde teilzuhaben – helfen Sie mit !!!

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 27. September 2010

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