Informationen zur Pfarrwahl in der Arche

In der vergangenen Presbyteriumssitzung wurde das weitere Vorgehen in Sachen Pfarrwahl beraten. Dabei wurde deutlich, dass der Verlauf des Entscheidungsprozesses Verunsicherung hervorgerufen hat. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des öffentlichen Teils konnten jedoch sowohl Einblick in die Arbeitsweise des Leitungsgremiums als auch die kirchenrechtlichen Bestimmungen bekommen. Die kirchengesetzlichen Bestimmungen haben den Sachverhalt in der aktuellen Situation des Pfarrwahlverfahrens vielleicht erschwert. In der bisherigen Berichterstattung zum Thema Pfarrwahl ist betont worden, dass die Landeskirche bei der Neubesetzung der Pfarrstelle ein Vorschlagsrecht hat. In einem ersten Durchgang hat sich das Presbyterium für keinen der vorgeschlagenen Pfarrer entscheiden können. In dem zweiten Durchgang wurden u.a. Frau W. und Herr Ungerathen vorgeschlagen. Diese beiden wurden dann nach einer Vorstellung im Presbyterium zu einer sogenannten „Gastpredigt“ eingeladen. Diese Gastpredigt war nicht Bestandteil des Besetzungsverfahrens, sondern sollte die beiden Bewerber „der Gemeinde“ bekannt machen. Die Reaktionen auf die Gastpredigten sind in die Beratungen des Presbyteriums mit eingeflossen. Der hier und da zu hörende Einwurf „die Gemeinde“ sei nicht gehört“ worden, ist dem Presbyterium daher nicht nachvollziehbar.
Nach der Gastpredigt gab es weitere Beratungen im Presbyterium, u.a. auch ein Klausurwochenende, bei dem ein folgenreicher Beschluss gefasst wurde: Das Leitungsgremium hat dort entschieden, sich einen der beiden Gastprediger von der Landeskirche zur Pfarrwahl vorschlagen zu lassen und damit das Verfahren zu beenden.
Mit der Mitteilung des Beschlusses an die Landeskirche erfolgte die „eigentliche“ Eröffnung des Pfarrwahlverfahrens nach den dabei vorgesehenen Regeln des Pfarrwahlgesetzes. Dass Pfarrer Ungerathen -als einziger Kandidat- damit im Grunde schon als gewählt gilt, war dem Presbyterium stets deutlich.
Dass durch die kirchenrechtlichen Formulierungen in der Durchführung des Verfahrens der Eindruck entstehen konnte, eine endgültige Entscheidung stehe noch aus, ist verständlich.Letztlich handelt es sich aber um den konsequenten Abschluss eine Pfarrwahlverfahrens mit landeskirchlichem Vorschlagsrecht.

Schließlich sei angemerkt:
Hätte Pfarrer Frank Ungerathen nur sehr knapp überzeugt, hätte sich das Presbyterium für einen neuen Weg (der eigenen Ausschreibung) entschieden. Da Pfarrer Ungerathen auch auf Grund seiner bisherigen beruflichen Erfahrung außerordentlich gut zum (noch weiter zu entwickelnden) Profil im diakonischen Bereich passt, kann seine Wahl am 17.11.2010 nur begrüßt werden. Superintendent Dr. E. Kenntner wird diesen Wahlgottesdienst leiten und auch die Predigt halten (19.00 Uhr Christuskirche).

Geschrieben von Ingeborg Dahl am 29. Oktober 2010

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