Kinder entdeckten ihre Einmaligkeit

„Mama, ich bin einmalig“, ruft der siebenjährige Nicolas mittags seiner Mutter strahlend entgegen. Über 50 Grundschulkinder erlebten bei den Ökumenischen Kinderbibeltagen in Meckenheim-Merl nun die Wirrnisse um Herrn Malig mit: Ist er vielmalig oder keinmalig, supermalig oder gleichmalig? Nein, so wie jeder Mensch bin ich einmalig, lernte Herr Malig, weil ich so von Gott geschaffen bin.

Die Ökumenischen Kinderbibeltage werden seit über 10 Jahren in Kooperation von der Katholischen Pfarrgemeinde und der Evangelischen Kirchengemeinde ausgerichtet. So wurden die Kinder in den Kirchenzentren ‚Die Arche‘ und St. Michael von ehrenamtlichen Mitarbeitenden beider Gemeinden betreut. Die Leitung lag bei Diakon Werner Preller, Pfarrer z.A. Stefan Heinemann und Jugendleiterin Melanie Schmidt.

Thema war in diesem Jahr das eigene Erleben als geliebtes Geschöpf Gottes. Durch die zwei Tage unter dem Titel „Ich bin einmalig!“ führte Herr Malig, gespielt von Laienregisseurin Ursula Hensle. Unter den Augen der Kinder entdeckte der liebenswerte Charakter seine eigene Individualität. „Denn Gott schenkt Dir all die Fähigkeiten, die du brauchst, um ein Leben zu führen, das auffällt“, erklärt Diakon Werner Preller. „Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu – so heißt es ja im Titellied unserer Kinderbibeltage“, ergänzt Pfarrer z.A. Stefan Heinemann.

Angeregt durch die Anspiele bastelten die Kinder in Kleingruppen. So gestalteten die Erstklässler eine Talentkette. „Da steht drauf, was ich gut kann“, präsentierte der sechsjährige Leon stolz seine Kette „nämlich Judo, Breakdance und – ganz schnell rennen!“ Aber auch Schattenrisse, Fingerpuppen und selbst gestaltete Spiegel führten den Kindern ihre eigene Einzigartigkeit vor Augen.

Im Abschlussgottesdienst am Samstagnachmittag stand in der katholischen Kirche St. Michael noch einmal das Thema ‚Einmaligkeit‘ im Vordergrund: In Rückbezug auf das, was die Kinder erlebt und gebastelt hatten, ließ Herr Malig seine Erlebnisse Revue passieren. „Siehste“, so sein Fazit nach zwei ereignisreichen Tagen „das habe ich doch gleich gesagt: Ich bin ein Malig!“

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 06. November 2010

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