Bist du Christ oder Moslem?

Um Schüler/innen in die Erfahrungswelt der Religionen einzuführen und ihren Glauben den Menschen besser verständlich zu machen, hatte Pfarrer Knut Dahl-Ruddies von der Evangelische und Ingeborg Rathofer, Pastoralreferentin aus der Katholischen Gemeinde Meckenheim in Zusammenarbeit mit Ruhrfeld-City und dem Gemeindereferent Manfred Tennié aus der Abteilung Schulpastoral des Erzbistums Köln ein interreligiöses Projekt initiiert.
Zunächst besuchten die Schülerinnen und Schüler der beiden 5. Klassen der Geschwister-Scholl-Hauptschule die Katholische St. Johannes-Kirche. Dort wurden sie auf einer Kirchenrellay an besondere Glaubensorte herangeführt. Ein Highlight stellte die akustische Begegnung mit der Orgel dar. Dazu hatte der Regionalkantor  Bernhard Blitsch, verschiedene „Instrumente“ aus dem Alltag, wie z. B. eine Luftpumpe oder einen Luftballon, mit denen man herrliche Musik machen kann, mitgebracht. Anhand dieser „Instrumente“ und einer „Menschenorgel“ war die Funktion einer Orgel leicht verstehbar.
Danach fuhren die Schüler/innen mit ihren Lehrerinnen und den Projektbegleiter/innen mit dem Bus zur Evangelischen Friedenskirche.
Dort wurden alle mit einem reichen Mittagessen begrüßt. Danach führt Pfarrer  Dahl-Ruddies die Kinder in das evangelische Gemeindeleben ein.   Im Mittelpunkt stand die biblische Geschichte von Jona mit einer abschließenden Bastelaktion.

An einem weiteren Tag lernten die Schüler/innen die Moscheegemeinde in Euskirchen kennen. Nach einem kleinen Frühstück wurde der schon lang ersehnte Wunsch, den Gebetsraum kennen zu lernen, erfüllt. Hautnah erlebten die Schüler/innen den Islam mit seinen Riten und Geboten. Die gute Atmosphäre und Gastfreundschaft hinterlässt eine bleibende Erinnerung an den beeindruckenden Moscheebesuch.

Trotz unterschiedlicher kultureller und religiöser Hintergründe kamen viele  Schüler/innen miteinander
ins Gespräch und bauten im Kontakt mit Gläubigen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit Unwissenheit und Vorurteile ab. 
Ein Geschenk der Seelsorger an die 5t-Klässler, ein Bild mit der Darstellung des Abrahams als Stammvater aller drei großen Weltreligionen, wird die Schüler/innen weiterhin daran erinnern, dass nicht das Trennende sondern das Verbindende der Religionen Toleranz und Frieden im Schulalltag fördern kann.  
Am Ende gilt ein besonderer Dank den Mitarbeitern der Regionalverkehr Köln-GmbH mit Nebensitz in Meckenheim, die dieses integrative Projekt durch ihre Transferfahrten, trotz vergangener „Busattacken“ durch Jugendliche mit Migrationshintergrund, finanziell und organisatorisch unterstützt haben.

Quelle: Erzbistum Köln

Geschrieben von Ingeborg Dahl am 03. Februar 2011

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