An einem Wochenende im März…

Frühstückstisch bei Lückers

… sagte meine Frau beim Frühstück wie etwa alle halbe Jahre zu mir: „Schatz, wir müssen uns mal nach einem neuen Stromanbieter umschauen!“ Ich war versucht, wie jedes Mal in den Jahren zu sagen: „Jaja, das machen wir mal“ und es spontan zu vergessen. So wie ich seit Jahrzehnten bei der gleichen Bank oder der gleichen Krankenversicherung bin, habe ich mich nie viel gekümmert, wo der Strom aus der Steckdose herkommt. Mir war zwar immer klar, daß ich meine Energie aus eher nachhaltigen Quellen haben wollte (Nikolaus Schneider sagt dies ja auch…), aber ob das alles zuverlässig und seriös und für einen Krankenpfleger bezahlbar ist…

Angesichts der Reaktorkatastrophe in Japan hielt ich jedoch an diesem Märzsonntag inne, wir erkundigten uns kurz beim „Energie-Experten“ der Gemeinde, und nach 10 Minuten hatten wir online den Anbieterwechsel in der Tasche:

  • Von diversen Quellen bestätigte Energie aus Windkraft und Photovoltaik
  • Förderung von Neuanlagen
  • Mehrkosten von ca 1,5 Cent/kwh
  • geliefert wird uns das ab 1.5.2011

Um 11°° hatten wir alles erledigt, und irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen: Das hätten wir schon deutlich früher angehen können. Im Nachhinein erfuhren wir, daß unsere Kirchengemeinde beim gleichen Anbieter ist.

Jetzt überlegen wir, was man noch mehr tun könnte – zum Abschied von meinem spritschluckenden Oldtimer kann ich mich noch nicht so recht entschliessen, aber etwas öfter Radfahren wäre ja auch  was – oder?

Ich würde mich freuen, wenn wir in der Gemeinde zusammen noch mehr für die Bewahrung der Schöpfung tun könnten, vielleicht haben Sie Ideen, Vorschläge, Beispiele, …

Geschrieben von Wilfried Lücker am 05. April 2011

Keine Kommentare zum Thema