Lebhafte Gemeindeversammlung am 16. Oktober

Stehkaffee in der Friedenskirche (Lücker)

An einem sonnigen Herbstsonntag fand die diesjährige Gemeindeversammlung unserer Kirchengemeinde in der Christuskirche statt. Nach einem stimmungsvollen Gottesdienst, in dem Pfarrer Mölleken über Markus 9,17-27 predigte und einem etwas verkürzten Kirchenkaffee blieben gut 80 Gemeindeglieder um den 35minütigen Jahresbericht vom Vorsitzenden des Presbyteriums Pfarrer Dahl-Ruddies anzuhören (hier klicken für den kompletten Text).

Nach einleitenden Worten über das Verhältnis von Kirche zu Öffentlichkeit und Politik und der Offenen Kirche, die in der Friedenskirche praktiziert wird ließ er das vergangene Jahr in 8 Punkten Revue passieren:

  1. Die Vielfalt der Gottesdienste steht nach wie vor ganz oben im

    Pfr. Dahl-Ruddies nachdenklich (Lücker)

    Gemeindeleben. Den haupt- und ehrenamtlichen Predigern wird hierfür Dank ausgesprochen! Neu in diesem Jahr waren und sind ein Twittergottesdienst und ein von Ehrenamtlern der Gefangenenseelsorge der JVA Rheinbach am 2. Advent.

  2. Die Liturgiereform des vergangenen Jahres stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung und ist noch nicht abgeschlossen: Der Ausschuss für Theologie und Gottesdienst wird sich nochmal mit ihr befassen.
  3. Die Diakonie ist ein wichtiges Thema in unserem gemeindlichen Handeln, es gab Informationen zu den diakonischen Aktivitäten und den (Still-)Stand der Dinge beim Umbau des Familienzentrum Am Ehrenmal.
  4. Bewahrung der Schöpfung und Nachhaltigkeit bestimmen unseren Umgang mit der Energie und anderen Ressourcen. Jedes Gemeindezentrum erhielt/erhält die optimale Heizung, auf fair gehandelte Produkte wird Wert gelegt. Für den Verkauf von z.B. fair gehandeltem Kaffee sind Freiwillige willkommen!
  5. Die Ökumene hat im vergangenen Jahr neue Impulse bekommen: Gemeinsame Aktivitäten mit unseren katholischen Schwestern und Brüdern fanden statt und sind in der Zukunft geplant.
  6. Der Vorsitzende gibt einen knappen Überblick über die Finanzen der Gemeinde: Der letzte Haushalt schloss mit einem Überschuss ab, der laufende wird wohl ausgeglichen sein. Trotzdem nehmen die Steuereinnahmen auf Dauer kontinuierlich ab – die Einrichtung einer Stiftung für allgemeine Gemeindearbeit ist geplant.
  7. Im Punkt Verschiedenes gab es Informationen über die Wiederbesetzung auslaufender Arbeitsverhältnisse, das erweiterte Führungszeugnis für Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit, über den Gemeindefuhrpark und Einsparungen bei Hard- und Software.
  8. Zu den Personalfragen gehörten die Begrüßung der Pfarrer Ungerathen und Nosek und des neuen Baubeauftragten der Christuskirche Herr Buxbaum. Pfarrer z.A. Heinemann, der am 6.11. eine Pfarrstelle antritt (Eine Abordnung der Arche fährt hin, bei Interesse bitte im Gemeindeamt melden), wurde verabschiedet.
  9. Ausblick/Termine Das Presbyterium wird nächstes Jahr neu gewählt (Wahlvorschläge werden erbeten bis 11.11.). Die Transparenz presbyterialer Arbeit und Entscheidungen sowie die Beachtung der Milieuperspektive wird Thema in der Gemeindeleitung sein. Geplant sind neue Glaubenskurse

Frau Wendt berichtet von den Dörfern (Lücker)

Nach dem Bericht erfolgte eine 70minütige engagierte Aussprache u.a. über die Themen Liturgiereform, Gottesdienstdichte, Glaubenskurse, Berichterstattung in örtlichen Medien („Segnung“ der Merler Karnevalsfahne) und das Verfahren bei der Presbyteriumswahl. Frau Wendt aus Lüftelberg hielt einen viertelstündigen Beitrag zum gemeindlichen Leben auf den Dörfern und beklagte eine hier eine gewisse „Verkümmerung“. Auch dies wurde lebhaft diskutiert, die aufgeworfenen Fragen werden sicherlich Gegenstand der Beratungen im Presbyterium sein. Zum Schluss bat Herr Rafflenbeul um alte Fotos aus dem Gemeindeleben für die Gemeindechronik, die zur Zeit erstellt wird. Die Fotos werden selbstverständlich zurück gegeben!

Nach der Aussprache klang die Gemeindeversammlung beim gemeinsamen Mittagessen aus, bei dem die umstrittenen Fragen eifrig weiter diskutiert wurden.

Mittagessen der Generationen (Lücker)

Geschrieben von Wilfried Lücker am 15. November 2011

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