Kriegskinder – verwundete Kinderseelen

Nach einem Themen-Gottesdienst am Palmsonntag, den 1. April 2012, um 10 Uhr in der Arche eröffnen wir im Anschluss um 11.15 Uhr die Ausstellung „Flucht und Vertreibung. Bilder eines Kriegskindes“ der Rheinbacher Künstlerin Ingrid Grigo.

„Wird jemals ein Gott genug Linderung haben, um diese ungeheure Wunde zu heilen, zu der ganz Europa geworden ist?“ (Rilke)

Mit dem Ende des Krieges begann für die deutsche Bevölkerung eine Phase des Aufbaus, des Wachstums – aber auch des Verdrängens. Die unverarbeiteten Erlebnisse der Kriegskinder wurden eingeschlossen, hinterließen aber Spuren für sie und die nachfolgende Generationen, Bei vielen Älteren dringen die alten Schreckensgeschichten aus ihrer Kriegskindheit heute wieder ins Bewusstsein.

Diese Geschichten wollen erzählt und gehört werden, damit sie einen Platz in der eigenen Lebensgeschichte bekommen. Begrenzte Bearbeitung von heute noch wirksamen Problemen und Konflikten sind möglich.

Diesem Thema sind folgende Veranstaltungen gewidmet:

Sabine Bode, Die vergessene Generation. Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen.
Autorenlesung am 8. Mai 2012, 20 Uhr in der Arche

Erst nachdem der Ruhestand erreicht und die eigenen Kinder längst aus dem Haus sind, ist es möglich zurückzuschauen und zu begreifen, wie viel im eigenen Leben auf die Kriegserlebnisse zurückzuführen ist.

Sabine Bode, Kölner Journalistin, beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit der Problematik der Kriegskinder, sammelte Berichte und Stimmen – half den Erinnerungen einen hilfreichen und heilsamen Raum zu geben.

Montag, 26. März 2012, um 19:30 Uhr in der Arche lädt der Männerkreis der Arche für alle offen ein zu einem Vortrag mit Aussprache mit Frau Carloff-Albers, langjährige Paar- und Familientherapeutin in der Ev. Beratungsstelle Bonn.

Infos bei Pfr. Frank Ungerathen, Tel. 70 36 38

Bild © sxc.hu

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 24. März 2012

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