Autorenlesung

Dienstag, 8. Mai, um 20 Uhr in der „Arche“
Sabine Bode, Die vergessene Generation. Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen.

Mit dem Ende des Krieges begann für die deutsche Bevölkerung eine Phase des Aufbaus, des Wachstums – aber auch des Verdrängens.
Gefangenschaft, Bombennächte, Kriegsbeteiligung, Flucht und Vertreibung hinterlassen Spuren, die bis in die zweite, dritte Generation prägend sind. Die unverarbeiteten Erlebnisse der Kriegskinder wurden eingeschlossen für sie und die nachfolgende Generationen. Erst mit der Wiedervereinigung als politischem Kriegsende wird das eiserne Schweigen gebrochen, Schmerz und Schuld zum Thema gemacht. Erst nachdem der Ruhestand erreicht und die eigenen Kinder längst aus dem Haus sind, ist es möglich zurückzuschauen und zu begreifen, wie viel im eigenen Leben auf die Kriegserlebnisse zurückzuführen ist. Gleichzeitig beginnen Kinder und Enkel zu fragen und versuchen zu verstehen, wollen das Leiden der Kriegskinder wahr- und ernst nehmen.
Sabine Bode, Kölner Journalistin, beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit der Problematik der Kriegskinder, sammelte Berichte und Stimmen – half den Erinnerungen einen Raum zu geben, ein hilfreicher, heilsamer notwendiger Prozess.
Im Anschluss an die Autorenlesung besteht die Möglichkeit zur Aussprache mit der Autorin.
Termin und Ort: Dienstag, 8. Mai, um 20 Uhr in der „Arche“

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 26. April 2012

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