Gott auf unserem Weg

Foto: Irmela Richter

„Gestatten, Knut Dahl“ – so lautet die wohl kürzeste Formel, um sich selbst vorzustellen. Sich etwas vorzustellen, z.B. das zufällige Treffen mit dem alten Freund Klaus oder ein neues Firmenprojekt, fällt leicht. Sich selbst vorzustellen, das ist schon schwieriger. Genau das sollten aber die Konfirmanden des dritten Bezirks am vergangenen Sonntag tun. In der Vorbereitung des Gottesdienstes hatten sie zwei Säulen gemalt. Deren Bedeutung sich erschloss aus der Lesung aus dem zweiten Buch Mose, die Simon von der Kanzel aus vortrug. Es handelte sich um die Geschichte, wie das Volk Israel bei seiner Wanderung durch die Wüste von Gott geleitet wurde: tagsüber zog Gott in einer Wolkensäule vor ihnen her und in der Nacht in einer Feuersäule. Das bedeutete damals für die Israeliten und heute noch immer für uns: Gott kümmert sich, er will das Licht sein, damit wir gehen können. Gott geht mit uns durch unser Leben, auch wenn wir bildlich gesprochen eine Wüstenzeit oder tiefe Finsternis erleben. Juliane fasste es so zusammen: Gott ist mit uns unterwegs heißt: Wir sind noch unterwegs, wir sind noch nicht angekommen. Gott will uns leiten auf unserem Weg bei Tag und bei Nacht. Wir dürfen wissen: Gott geht mit. ER ist Gott-mit-uns.

Bericht: Irmela Richter

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 27. April 2012

Keine Kommentare zum Thema