Kreissynode am 2. Juni in Euskirchen

Christlicher Kuli von Pfarrerin Dahl

Christlicher Kuli von Pfarrerin Dahl

Am Samstag den 2. Juni fand Euskirchen die (eher späte) Frühjahrssynode des Kirchenkreises statt – eine übersichtliche Tagesordnung versprach eine entspannte und interessante Tagung. Pfarrer Radomir Nosek beförderte die Synodalen sicher im Gemeindebus nach Euskirchen und zurück.

In der herrlich von Licht durchfluteten Euskirchener Evangelischen Kirche feierten die Synodalen zu Beginn einen Abendmahlsgottesdienst, wo sie in der Predigt schon auf die Themen Inklusion und Notfallseelsorge geistlich eingestimmt wurden. Superintendent Dr. Eberhard Kenntner entpflichtete den Jugendreferenten Martin Kaminski, der nach 5-jähiger Tätigkeit eine neue Aufgabe in den Kirchenkreisen Emden und Leer übernimmt.

Nach kurzem Stehkaffee und diversen Grussworten ging es um das mittlerweiler

Prof. Dr. Alkier spricht über Inklusion (Foto Lücker)

allgegenwärtige Thema Inklusion – gemeint ist  die Einbeziehung aller Menschen in das gesellschaftliche Leben, so sollen z.B. alle Kinder nach dem Kindergarten eine Schulform besuchen und dort ensprechen ihren Fähigkeiten gefördert werden. In einem kurzweiligen und z.T. recht provozierenden Referat beleuchtete der Neutestamentler Prof. Alkier von der Uni Frankfurt das Thema von der theologischen Seite. Er schlug einen Bogen von der Antike über den 30-jährigen Krieg hin bis zur „Schalke-Dortmund-Exklusion“ und warb für eine differenzierte Sicht auf die Inklusion in den verschiedenen Lebensbereichen. Auf keinen Fall solle Inklusion auf dem Papier angeordnet, in der Praxis aber nicht mit den notwenigen Mitteln versehen werden – hier waren sich Referent und Plenum in der folgenden lebhaften Diskussion einig!

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Notfallseelsorge. Die Synode beschloss einstimmig, zusammen mit den Nachbarkirchenkreien Bonn und An Rhein und Sieg eine („nach oben offene“) auf 6 Jahre befristete Stelle eines Notfallseelsorgers einzurichten, der in der Seelorge selbst, aber auch in Koordination und Zurüstung tätig sein soll.

Um die Stelle eines hauptamtlichen Kreiskantors soll sich eine von der Synode eingesetzte Arbeitsgruppe kümmern: Kreiskantor Hans-Peter Glimpf, der dies z.Zt. ehrenamtlich wahrnimmt, geht nächstes Jahr in den Ruhestand, ein Ersatz für den sich immer mehr ausweitenden Aufgabenbereich fand sich nicht.

Im abschließenden Wahlmarathon wurden u.a. die  Landessynodalen, einige Plätze im Kreissynodalvorstand und viele Ausschüssse und Beauftragungen besetzt. Dies war wie immer so gut vorbereitet, dass die Tagung pünktlich mit dem traditionellen Schlusswort des dienstältesten Pfarres beendet werden konnte.

Hier können Sie den Bericht des Kirchenkreises über die Synode nachlesen.

 

Geschrieben von Wilfried Lücker am 03. Juni 2012

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