"Im Auftrag des Herrn unterwegs"…

gestranded

gestranded

…fiel mir in Anspielung auf den Kultfilm Blues Brothers spontan bei der Betrachtung des Fotos mit dem auf der A565 liegenbliebenen Gemeindebus ein. Tatsächlich war die Meckenheimer  Gemeindeleitung von Freitag bis Sonntag  zum zweijährlich stattfindenden  Presbteriumswochenende nach Wuppertal ins Theologische Zentrum Wuppertal (ThZW)aufgebrochen.

Haupthema für die Tagung war die Betrachtung unserers Gemeindelebens unter der Milieuperspektive, anstatt z.B. nach Altersgesichtspunkten.  Nach einem Einstieg mit dem Presbyteriumsvorsitzenden Frank Ungerathen am Freitag Abend, der die Teilnehmer aus ihrer meist arbeitsreichen Woche „herausgelöst“ wurden,  fand eine (spielerische ) Gruppenbildung in geselliger Runde statt: Die Ausstattung des

Theologen-Quartett

Theologen-Quartett

ThZW sorgte dafür, daß man auch hier am Thema bleiben konnte, es gibt dort sogar ein Theologen-Quartett…

Am nächsten Morgen ging es nach einem frühen Morgenlob schnell ans Thema, im Plenum und in Kleingruppen wurden alle Aspekte gemeindlicher Aktivitäten u.a. auf ihre Beteiligung, ihren Einladungscharakter und ihre Wirkung auf die verschiedenen Meckenheimer Milieus überprüft – bei der Vorstellung der Ergebnisse stellten wir viele Übereinstimmungen, aber auch Unterschiede fest – hier wurde engagiert aber mit gegenseitigem Respekt diskutiert. Erste Ergebnisse füllten schnell mehrer „Flipchart“-Blätter und konnten von allen Anwesenden mitgetragen werden, obwohl sich sicher einige eine andere Gewichtung gewünscht hätten.

Der Samstag verging sehr schnell unter der thematischen Arbeit, bis auf einen kurzen Mittagsspaziergang durchs sonnig herbstliche Wuppertal hatten wir durchgearbeitet. Als kulturelle Entspannung war ein Kabarettabend zu den Geschlechterrollen geplant – weil das Stück ausfiel, gerieten wir in ein hochmodernes Theaterstück über die existentielle Verzweiflung am Leben von drei Mitdreissigern, das nicht entspannte, sondern bis an die Grenze der Erträglichkeit unter die Haut ging. Bei den u.a. hierdurch angeregten Gesprächen zum Ausklang des Abends zeigte es sich, daß Presbyterinnen und Presbyter in der geballten Masse doch immer am kirchlichen Thema bleiben: Interessante Impulse zur Bestattungskultur wurden besprochen – hier liegt ein Handlungsfeld, das man sich wohl auch noch einmal anschauen muß…

 

Ergebnisse...

Ergebnisse…

Am Sonntag gelang es der Gruppe, die sehr vielfältigen Ergebnisse der Tagung zu bündeln und verdichten und erste Handlungsaufträge zu formulieren – es ist sehr wichtig, daß Ergebnisse konkret festgehalten werden, damit sie umgesetzt werden können!

Ein „Highlight“ des Sonntages war der Gottesdienstbesuch in der „Citykirche Eberfeld“, wo Pfarrer Christian Führer eindrucksvoll über die Bergpredigt und die Leipziger Friedensgebete predigte. Der vor Vitalität nur so stritzende 69jährige zog das vollbesetzte Gotteshaus über 20 Minuten in seinen Bann und entließ die Gemeinde (Milieus: 90% Hochkulturelle und Kritische) glaubensoptimistisch in den Sonntag. Ein gut gemachtes, einladendes Kirchen-Café lud zum Verweilen ein…

Eine Schlussrunde, in der nochmals die vertrauensvolle Zusammenarbeit betont wurde, bereitete die Teilnehmer wieder aufs „richtige Leben“ vor. Auf der Rückfahrt verließen den Gemeindebus alle Kräfte, und wir blieben kurz vor Meckenheim Nord auf der Autobahn liegen. Stefan Lücker brachte uns Abhilfe in Form von 5 Litern Superbenzin. Dies sollten wir zum Zeichen nehmen, immer gut aufgetankt an unsere Aufgaben zu gehen…

Pinguin im bergischen Herbst

Pinguin im bergischen Herbst

Zeitschriften symbolisieren Milieus

Zeitschriften symbolisieren Milieus

 

Geschrieben von Wilfried Lücker am 19. November 2012

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