Tristan und Isolde – Wagners faszinierendste Oper

Verrat, verlorene Ehre, Schuld und Sühne, leidenschaftliche, grenzüberschreitende Liebe und das Verlangen nach Tod und Vergessen – die Geschichte von Tristan und Isolde, aus keltischen Wurzeln im Verlauf der Jahrhunderte zum Mythos gewachsen, faszinierte Dichter, Poeten und Musiker gleichermaßen. Richard Wagner inspirierte sie zu seinem „opus metapysicum“ (Friedrich Nietzsche), einem Werk, das wie ein Monolith das künstlerische Schaffen Wagners überragt.


TRISTAN UND ISOLDE besitzt nicht nur innerhalb von Wagners Gesamtwerk eine Ausnahmestellung, sondern es hat bis zum heutigen Tag durch seine kompromisslose, Grenzen überschreitende Darstellung einer obsessiven, alles umfassenden und bestimmenden Liebesbeziehung seine Hörer verstört und fasziniert. Literaten, Philosophen, Psychologen haben sich an ihm abgearbeitet, Komponisten und Musiker es analysiert, ohne jedoch all seinen Rätseln auf die Spur zu kommen. Das Werk, nach einem Mythos entstanden, ist selbst zum Mythos geworden. Zumal durch die Verbindung mit einer Musik, die genau so leidenschaftlich und grenzüberschreitend, auf der Schwelle zwischen Spätromantik und Moderne, wahrhaft Suchtpotential entfalten kann.
Anlässlich der bevorstehenden Aufführung in Bonn wird am Donnerstag, 25.4., um 20.00 Uhr in der Friedenskirche eine Einführung in diese Oper geboten, am Klavier und mit Bild- und Tonbeispielen, durch Kantor Martin Kahle. Der Eintritt ist frei.

Geschrieben von Martin Kahle am 19. April 2013

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