Frühjahrssynode Bad-Godesberg-Voreifel

Die Synode tagt am Samstag, 11. Juni 2016, im Gemeindehaus Niederbachem der Evangelischen Kirchengemeinde Wachtberg, Bondorfer Straße 18. Die Tagung ist wie immer öffentlich und beginnt um 9 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Gereon, Mehlemer Straße 5 in Wachtberg-Niederbachem. Das Ende ist für 17 Uhr geplant.

Zukunftsfragen im Mittelpunkt

Frühjahrssynode Bad Godesberg-Voreifel trifft sich in Wachtberg

Zukunftsfragen stehen in vieler Hinsicht im Zentrum der diesjährigen Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel am Samstag, 11. Juni 2016. Konkret beschäftigen sich die Abgeordneten aus den 13 Kirchengemeinden mit der Zukunft der presbyterial-synodalen Ordnung, dem Stand der Modernisierung der Jugendbildungsstätte Merzbach sowie der Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis.

Ist die presbyterial-synodale Ordnung noch zukunftsfähig? Zu dieser spannenden Frage wird Oberkirchenrat Bernd Baucks das Referat halten. Er ist Mitglied der rheinischen Kirchenleitung und dort für Finanzen und Vermögen zuständig.

Die Grundordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland ist presbyterial-synodal. Ihre Leitungsorgane setzen sich grundsätzlich aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden und Kirchenkreise zusammen. Sie treffen alle wichtigen Entscheidungen. Presbyterien sind die Leitungsorgane der Kirchengemeinden. Diese entsenden ihre Vertreter in die Kreissynode. Die Kreissynode entsendet wiederum Vertreter in die Landessynode. Die Leitung der Evangelischen Kirche baut sich demnach von unten auf.

Gleichwohl ist jede Tradition reformbedürftig. Könnten Veränderungen in Anlehnung an Politik und Wirtschaft insbesondere in Leitung und Controlling Lösungen bieten, den Auftrag der Kirche besser wahrzunehmen? Was bedeuten dabei die zu erwartenden Auswirkungen im Steuerbereich? Für manche ist die Kirchensteuerhoheit der Gemeinden schon jetzt kein konstitutives Merkmal der presbyterial-synodalen Ordnung mehr. Die geplante Einführung des sogenannten Trennscharfen Religionsmerkers im Bereich der Lohnsteuer und die erwartete Neuberechnung des übersynodalen Finanzausgleichs dürften dazu führen, dass in nicht allzu ferner Zukunft Kirchensteuerzahlungen nicht mehr gemeindebezogen, sondern landeskirchenbezogen verteilt werden.

Auf ihrer Tagung wählen die Synodalen zudem die Abgeordneten für die Landesynode: einen theologischen/eine theologische und zwei nichttheologische Abgeordnete sowie ihre Stellvertretungen. Weitere Wahlen betreffen synodale Fachausschüsse (Frauenfragen, Kinder- und Jugendarbeit, Kirchenmusik), den Nominierungsausschuss, Finanzausschuss, den Arbeitskreis für Mission und Ökumene, Vertreter für das Kuratorium für Gemeindedienst und Ökumene sowie den Vorstand der Rechnungsprüfungsstelle. Außerdem sollen Synodalbeauftragte berufen werden.

 

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 24. Mai 2016

Keine Kommentare zum Thema