ORATORIUM zur WEIHNACHT

Vor zwei Jahren erklang es zum ersten Mal, nun zum zweiten: das „Oratorium zur Weihnacht“. Diesmal umgearbeitet für 4-stimmigen Frauenchor, weil wir Vivaldis schönes Magnificat in gleicher Besetzung vorweg aufführen.
Sonntag 4.12.2016, 16.00 Uhr, St. Marien, Bad Godesberg, Burgstr.
Sonntag 15.1.2017, 18.00 Uhr, St. Johannes, Meckenheim, Hauptstr.

Barbara Dünne, Sopran, Reine Saar, Bariton
Meckenheimer Kammerchor
Mitglieder des Akademischen Orchesters Bonn
Leitung: Martin Kahle

Karten zu 15,- € im Vorverkauf bei:
Buchladen, Meckenheim, Neuer Markt
Buchhandlung „lesen-lernen-wissen“, Meckenheim, Hauptstr.
und an der Abendkasse
Für einen Kirchenmusiker ist es ein Problem, dass es zwar viele Requien gibt, ungezählte Mess-Vertonungen, aber ausgerechnet zur Weihnachtszeit, der Hochzeit der Kirchenmusik, nur das Weihnachtsoratorium von Bach. Die wenigen „kleineren“ Alternativen von Schütz, Herzogenberg, Rheinberger und anderen befriedigen nicht sehr. Dem attraktivsten Werk, dem von Saint-Saens, fehlen die vertrauten Texte der Weihnachtsgeschichte. So verlockte der Gedanke, mich an einer Alternative zu versuchen.
Sofort stockt der Atem: sich messen mit Bachs Oratorium? Dem heiligen Berg, dem Fujiama nicht nur der Kirchenmusik? Aber das kann, will und soll es ja gar nicht! Nur eine Alternative versuchen zu Herzogenberg und Rheinberger!
Ein zweiter Anstoß zu diesem Werk waren Weihnachtsgedichte, die meine Mutter als junge Frau schrieb. Die handgeschriebenen Seiten entdeckte ich so spät, dass ich sie nicht mehr befragen konnte zum Wann und Wofür ihrer Entstehung. Einige Male habe ich sie als Lesungen in Konzerten genutzt, irgendwann kam der Gedanke: das wären doch geeignete Intermezzi, sozusagen „Arien“ für ein solches Werk.
Inhaltlich umfasst das Oratorium die Vorgeschichte (Verkündigung, Magnifikat) und den Beginn der Weihnachtsgeschichte nach Lukas. Wie bei Bach werden Choräle in den Ablauf eingegliedert. Stilistisch zielt die Musik zwischen „Klassik“ und „populäre Moderne“, sie möchte den Zuhörer erreichen und ansprechen. Die Besetzung umfasst 2 Solisten (Sopran, Bariton), Chor und Orchester (Streicher, Flöte, Saxophon, Horn, Harfe). Die Dauer ist etwa eine Stunde.

Aus dem Bericht des Bonner General-Anzeiger vom 10.12.2014:
„Es muss nicht immer Bach sein, jedenfalls, wenn es um das Weihnachtsoratorium geht . . . Was fehlt ist ein weihnachtliches Werk … das auch von Laienchören zu meistern ist. Und für diese Zielgruppe hat Kahle zweifellos ins Schwarze getroffen. Sein gut einstündiges Werk ist in einer verständlichen musikalischen Sprache gehalten, die modern eingefärbt ist, aber unterschiedliche Stile mit einbezieht und darüber hinaus eine fundierte kompositorische Handschrift verrät.
… herausgekommen ist ein Werk, das sehr gut anzuhören ist und durch die Einbeziehung von Gedichten von Kahles Mutter zudem noch eine sehr persönliche Note erhält. …“

Geschrieben von Martin Kahle am 25. November 2016

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