Unser Buchtipp für September / Oktober 2020

Martha Hall Kelly

Und am Ende werden wir frei sein

Roman

Limes Verlag, 688 Seiten

 

 

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Inspiriert durch die Lebensgeschichte der New Yorkerin Caroline Ferriday
beleuchtet Martha Hall Kelly das Schicksal von drei verschieden Frauen während
des 2. Weltkrieges, deren Schicksale und Lebensläufe unterschiedlicher nicht sein könnten.

1939: Caroline Ferriday arbeitet im französischen Konsulat. Sie organisiert zunächst Visa und Hilfspakete für französische Waisenkinder.

Die Polin Kasia lebt in Lublin, unterstützt den Widerstand und als die deutschen Truppen in ihrem Dorf einmarschieren, werden sie und ihre Mutter und Schwester
ins Lager Ravensbrück verschleppt, in dem nur Frauen untergebracht sind.

Die Düsseldorferin Herta Oberheuser ist mit ihrem Medizinstudium fertig und sieht nun laut Plan der Nationalsozialisten einem Leben als Hausfrau und Mutter mit Schrecken entgegen. Eines Tages erhält sie ein mysteriöses Angebot für eine Anstellung als Ärztin in einem Umerziehungslager.

Geschickt gelingt es Marthe Hall Kelly diese drei Frauenschicksale bewegend, fesselnd und aufwühlend miteinander zu verweben.

Der brillante Erzählstil und die damit verbundene Sprachgewalt machen dieses Buch mit seinen 688 Seiten zu einem absoluten Leseerlebnis, dessen Inhalt den Leser noch lange in Bann hält.

 

Susanne Preiß

 


Bildnachweis

 

Geschrieben von Susanne Preiss am 17. August 2020

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