Aus dem Presbyterium Februar bis April 2011


Die Frage nach dem zukünftigen Gesicht unserer Meckenheimer Kirchengemeinde steht häufig im Hintergrund der Beratungen. Insbesondere mit Blick auf sinkende Kirchensteuer-Einnahmen denken wir darüber nach, was zu tun ist, um auch in einigen Jahrzehnten noch ein attraktives und vielseitiges Gemeindeleben anbieten zu können.

Der Betrieb des Familienzentrums mit dem Kindergarten am Ehrenmal gehört zum Profil unserer Kirchengemeinde. Unsere Gesellschaft verändert sich, in der Regel wollen beide Elternteile spätestens ein Jahr nach der Geburt ihres Kindes ihre Berufstätigkeit wieder aufnehmen. Der Gesetzgeber fordert von den Betreibern der Kindertageseinrichtungen Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahren (U3). In Zukunft muss auch die Möglichkeit der Betreuung einzelner Kinder unter einem Jahr (U1) theoretisch gegeben sein.
Der Kindergarten am Ehrenmal soll entsprechend diesen Vorgaben umgebaut und modernisiert werden. Das Presbyterium hat sich nach monatelanger Beratung mit Fachleuten entschieden, diesen Schritt in die Zukunft zu tun. Das bedeutet zwar im Moment, dass die Gemeinde eine große Summe Geld in die Hand nehmen muss, bietet uns aber die Aussicht, diesen Kindergarten in den nächsten 20 bis 25 Jahren weiterhin betreiben zu können. Kindergärten, die sich nicht auf die U3- und U1-Betreuung umstellen, werden mittelfristig keine Zukunft haben.
Der Umbau soll möglichst noch im Laufe dieses Jahres beginnen und bei laufendem Betrieb erfolgen. Möglicherweise wird eine Gruppe während des Umbaus in die Räumlichkeiten der Christuskirche ausweichen.

Unabhängig von den Ausgaben für die Modernisierung des Kindergartens stellt sich die Frage nach der künftigen Finanzierung unseres Gemeindelebens. Darum wurde darüber nachgedacht, ob und wie zusätzliche Gelder eingenommen werden können, die vom Kirchensteuereinkommen unabhängig sind. Das Presbyterium hat beschlossen, den rechtlichen Rahmen zur Gründung einer Stiftung „Ev. Kirchengemeinde Meckenheim“ zu prüfen. Die Fördervereine in den Bereichen Kindergarten und Kirchenmusik sowie die Stiftung im Bereich der inklusiven Behindertenarbeit sollen weiterhin bestehen bleiben.

Bericht: Irmela Richter

Geschrieben von Ulrike Knichwitz am 27. Mai 2011

Keine Kommentare zum Thema