Schulprojekt „Inklusion“ mit dem Konrad-Adenauer-Gymnasium und der inklusiven Arbeit der Arche

Bericht vom Schulprojekt mit dem Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) und der inklusiven Arbeit der Arche

Angefangen hat das Projekt mit einer Sitzung im Großraum, bei der Frau Steckenstein uns ihre Erfahrungen mitgeteilt, ihren Beruf erklärt und uns einen Film über einen Urlaub einer Inklusionsgruppe gezeigt hat. Der Film hat deutlich gemacht, dass Menschen mit Behinderung genau so viel Spaß haben und miteinander lachen können, wie alle anderen Menschen auch. Der Film vermittelte eine sehr schöne und vertraute Stimmung, von welcher ich mich anstecken ließ und ich habe angefangen, mich auf die Gruppenstunden wirklich zu freuen.  Das zweite Projekt war zwei Wochen später. Wir trafen uns am Schwimmbad und es war geplant, dass wir uns zu zweit oder zu dritt zusammentun und das Fahren mit einem Rollstuhl auf dem Neuen Markt ausprobieren sollten. Außerdem bekamen wir eine abgedunkelte Brille, damit einer von uns die Fähigkeiten einer blinden Person nachempfinden konnte. Ich war mit zwei guten Freundinnen in einer Gruppe und wir sprachen uns so ab, dass immer eine Person im Rollstuhl sitzt, eine Person blind ist und die dritte Person die beiden „Beeinträchtigten“ begleitet und ihnen hilft. Die Barrierefreiheit auf dem Neuen Markt war nur zum Teil gegeben. Als ich im Rollstuhl saß hatte ich große Probleme damit, an zu hohe Regale zu gelangen, oder durch enge Gänge zu kommen. Zudem war in einem Gebäude der Fahrstuhl außer Betrieb, sodass es unmöglich war alleine in eine höhere Etage zu gelangen. Viele Menschen waren sehr freundlich und haben mir sofort geholfen. Andere dagegen waren eher unfreundlich und haben mich verständnislos und abwertend angeguckt. Insgesamt fand ich, dass die Doppelstunde mich um viele Erfahrungen reicher gemacht hat und ich gelernt habe, wie es sich ungefähr anfühlt beeinträchtigt zu sein. Dann kamen da noch vor allem unsere ganz praktischen Erfahrungen in den Gruppenstunden.
Nach diesem Praktikum kann ich sagen, dass ich viel dazugelernt und tolle Erfahrungen gemacht habe. Auch wenn manche Situationen für mich etwas befremdlich waren oder ich mich unsicher gefühlt habe, kann ich schlussendlich nur Positives erwähnen. Am meisten ist in Erinnerung geblieben, dass alle Menschen, die ich kennen lernen durfte, unglaublich lieb und freundlich waren und ich mich sofort wohl gefühlt habe. Niemand wurde ausgeschlossen oder anders behandelt, nur weil er eine Behinderung oder Beeinträchtigung hat. Natürlich kann man in der kurzen Zeit nicht alles lernen oder ist perfekt im Umgang mit anderen Menschen, jedoch sollte es in unserer Gesellschaft mehr Inklusion geben und jeder Mensch sollte die Chance haben sich mit anderen Menschen auszutauschen, egal ob mit Behinderung oder ohne.

Mia Fischer

Geschrieben von Brigitte Penno am 31. Januar 2020

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